Die Themen-Specials
im Februar 2012
Bosch Live - das Archiv

Produkte und Service
Engagement verbindet
 

Am Stammsitz
Am Stammsitz

Was sich anhört wie die Fortsetzung eines Kinderbuchklassikers, ist für fast 100 Kinder in Stuttgart ein tägliches Abenteuer. Das Kinderhaus „Wilde Wanne“ ist eine Insel mit grosser Artenvielfalt. „Pinguine“, „Delphine“ und „Seesterne“ teilen sich ein Biotop mit „Löwendetektiven“, der „Pizzabande“ und „Gangsterbären“. Kinder im Alter von 1 bis 12 Jahren sind in der Kindereinrichtung zu Hause.

An einem Sommertag bekamen die Kleinen Besuch von Erwachsenen. Auch die 60 Mitarbeiter von Bosch bildeten eine bunte Truppe, waren sie doch bis vor kurzem noch in vier unterschiedlichen Abteilungen und an 12 Standorten wie Karlsruhe, Reutlingen, Campinas (Brasilien) oder Solothurn (Schweiz) für Bosch tätig.

Anlass für das ungewöhnliche Treffen war die Idee von David Matzo, für die Mitarbeiter seiner neu gebildeten Abteilung eine Veranstaltung zu organisieren, die nicht nur das Kennenlernen erleichtern und den Teamgeist fördern, sondern durch ein soziales Engagement auch etwas Sinnvolles stiften sollte. Unter mehreren Favoriten fiel die Wahl auf die „Wilde Wanne“. Für alle wurde der Tag zu einem bleibenden Erlebnis. Die Kinder erhielten eine neue Kletterwand, einen verschönerten Garten und ein aufgewertetes Spielhaus. Die Bosch-Mitarbeiter erinnern sich noch heute an ihren gemeinsamen Einsatz, der sie näher zusammengebracht hat. Auch an anderen Standorten gibt es beeindruckende Beispiele von Mitarbeitern, denen es wichtig ist, sich für andere einzusetzen.

In Malawi
In Malawi

Der erste Aufenthalt in Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt, liegt für Conny Doeleke fünf Jahre zurück. Sie hatte gerade eine Ausbildung zur Entwicklungshelferin gemacht und kam für ein halbes Jahr in die Gegend von Chilongoma. Neben ihrer eigentlichen Aufgabe, an einer Ausbildungsstätte für Lehrer Kurse zu geben und damit einen kleinen Beitrag zur Verbesserung des schwachen Bildungssystems zu leisten, initiierte Conny Doeleke vielfältige Projekte: Sie baute eine Grasschule in ein festes Steingebäude um, startete eine Bienenzucht und legte einen Gemüsegarten an. Sowohl mit dem Verkauf des Honigs als auch mit dem Gemüseverkauf konnte die Gemeinde ein kleines Einkommen erzielen und Anschaffungen tätigen.

2010 reiste Conny Doeleke wieder in das afrikanische Land. Inzwischen arbeitet sie in der Solarzellenfertigung bei Bosch Solar Energy. Begleitet wurde sie von zwei Arbeitskollegen und im Gepäck hatte das Reiseteam 60 Kilogramm Sachspenden und eine kleine Geldspende von der Belegschaft. Die Wiedersehensfreude war besonders bei Connys Patenfamilie gross.

Die Spenden, darunter eine grosse Zahl Schreibblöcke und Stifte, verteilten die Boschler an Schüler der umliegenden Schulen. Dabei konnte Conny Doeleke auch nachsehen, was aus ihren früheren Projekten geworden war: Die Bienenzucht hatte sich verfünfzehnfacht und von den Einnahmen des Gemüseverkaufs wird inzwischen der Lohn für zwei Lehrerinnen bezahlt. Mit ihrem neu gegründeten Verein „Invisible  Hope“ hofft Conny Doeleke, künftig weitere Projekte wie die Stromversorgung von Krankenhäusern zu fördern.

Am Bois de Boulogne
Am Bois de Boulogne

Bereits seit 12 Jahren ist der Bois de Boulogne Schauplatz für den „Courir Ensemble“. Veranstaltet von Handicap International absolvieren behinderte und nichtbehinderte Menschen diesen Wohltätigkeitslauf gemeinsam. Sie wählen zwischen einer Streckenlänge von 5 oder 10 Kilometern. Auch 45 Mitarbeiter von Bosch waren bei der letzten Austragung dabei – natürlich in Trikots von Bosch. Wie die insgesamt etwa 2000 Teilnehmer wollen sie dazu beitragen, das Verständnis für Behinderte zu fördern und ihre Integration zu erleichtern.

Diesem Anliegen hat sich bei Bosch in Frankreich auch das Projekt „Mission Handicap“ verschrieben. Mit vielfältigen Aktivitäten sensibilisiert und schult es die Mitarbeiter für die Integration und den Schutz gegen Diskriminierung. So verbrachten anlässlich einer Aktionswoche ähnlich dem Konzept von „Courir Ensemble“ mehrere Mitarbeiter von Bosch einen Tag gemeinsam mit jeweils einer Arbeit suchenden behinderten Person und machten sie mit ihrem eigenen Arbeitsgebiet vertraut.

Besondere Aufmerksamkeit schenkt die „Mission Handicap“ den blinden Mitarbeitern. Nachdem bereits Seminare über Essen im Dunkeln sowie Einführungskurse zur Gebärdensprache stattgefunden hatten, gab es anlässlich der Fussball-WM ein besonderes Event: Die Mitarbeiter hatten Gelegenheit, mit blinden und sehbehinderten Menschen Fussball zu spielen. Über 150 Personen hatten dabei ihren Spass an „blind“ gespielten Doppelpässen.

Auf dem Kilimandscharo
Auf dem Kilimandscharo

Er ist der höchste Berg Afrikas. Der Gipfel des Kilimandscharo liegt auf 5895 Metern. Für Carl Arntzen, Direktor bei der Bosch-Tochter Worcester, war es eine doppelte Herausforderung: Im Team mit fünf weiteren Managern von Unternehmen aus dem Bereich Wärmetechnik wollte er diesen eisigen Gipfel Afrikas besteigen und mit dieser Expedition 50.000 Pfund Spendengelder für die südafrikanische Kinderhilfsorganisation SACRED sammeln. Als Arntzen, ein Marathonläufer und Ausdauersportler, von seinen Kollegen zu dieser Herausforderung verbunden mit dem Spendenanliegen eingeladen wurde, sagte er spontan zu.

Der harte Winter in Grossbritannien zu Beginn des Jahres bot dem Wärmespezialisten die besten Trainingsbedingungen. Schliesslich galt es, sich auf eine alles abverlangende 5-Tagestour mit fünf- bis sechsstündigen Kletterpassagen vorzubereiten. Als das Team am 13. März 2010 in den frühen Morgenstunden die Gipfelphotos machen konnte, hatte Carl Arntzen eine seiner grössten Herausforderungen erreicht. Auch beim zweiten Ziel war die Expedition äusserst erfolgreich. Pro 100 Höhenmetern hatte das Team fast 800 Euro an Spendengeldern gesammelt. Damit kamen durch die Gipfelbesteigung fast 50.000 Euro für mehrere Projekte der Kinderhilfsorganisation SACRED zusammen.

Unternehmerische Verantwortung
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