Gut geschützter Kulturgenuss
Als das Hochwasser kam, hatte die Semperoper bereits zwei Katastrophen hinter sich. Die ersten beiden Male war es das Feuer, das für Zerstörung sorgte: Nur knapp drei Jahrzehnte nach der Eröffnung im Jahr 1841 verursachten Bühnenarbeiter fahrlässig einen Brand, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fiel das Gebäude Brandbomben zum Opfer und wurde bis auf die Grundmauern zerstört. Erst 1985 fand nach achtjähriger Bauzeit die Wiedereröffnung statt.
Hightech neben vergoldeter PrachtGrund genug, in der Semperoper auch in besonderem Masse auf Brandschutz und Sicherheit zu setzen. Das Gebäude wurde mit einem modernen Sicherheitssystem von Bosch ausgestattet, um Mitarbeiter, Besucher und auch das kulturhistorische Erbe des Gebäudes selbst wirkungsvoll vor Gefahren zu schützen.
Zu den kunstvollen Ornamenten, dem Stuckmarmor, den Säulen und beeindruckenden Kronleuchtern gesellten sich so in sämtlichen Räumen der Oper Brandmelder und Rauchabzugssysteme. Im Öffentlichkeitsbereich wie Vestibül, Rundfoyers und Zuschauerraum mussten diese besonders unauffällig angebracht werden, um nicht das harmonische Gesamtbild der imposanten Innenarchitektur zu zerstören.
Bei der Installation des Systems galt es besondere Herausforderungen zu meistern:
- Das Bühnenhaus wurde bis in die schwer zugängliche Spitze der Beleuchterbühne in 33m Höhe umfangreich gesichert - eine durchaus ungewohnte Anforderung an die Sicherheitstechniker.
- Bereits bestehende Brandmeldeeinrichtungen wurden Schritt für Schritt demontiert und durch hochmoderne Bosch-Technik ersetzt - wobei jederzeit die volle Funktionstüchtigkeit bei laufendem Opernbetrieb erhalten bleiben musste.
Rund 2300 Brandmelder, 13 Rauchabzugssysteme und 88 Signalgeber sind über rund 50 km Kabel mit zwei Brandmeldezentralen verbunden, die im Fall des Falles sofort Kontakt zur Feuerwehr herstellen.
Neben Feuerschutz spielt auch die Prävention und Erkennung von Einbrüchen und Überfällen in der Semperoper eine Hauptrolle. Abendkasse, Tresorraum und der Serverraum für die Rechentechnik sind mit Einbruchmeldetechnik abgesichert, das gleiche gilt für die Waffenkammern und das Notenarchiv. Überfallmelder, einbruchhemmende Türen und Sicherheitsgitter vor den Fenstern erschweren ebenfalls gewalttätige Übergriffe.
Eine Leitstelle, die ebenfalls mit zukunftsweisender Bosch-Technik in Form des Alarmmanagementsystems RUBIN 3T ausgestattet ist, verarbeitet alle eingehenden Brand-, Einbruch- und Störmeldungen, um künftig zerstörerische Einflüsse auf die Semperoper so schnell wie möglich zu erkennen und abzuwehren.