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Semperoper wieder belebt
Die Semperoper hat im Laufe ihrer Geschichte erhebliche Brand- und Flutschäden erlitten, zuletzt beim Jahrhunderthochwasser im Sommer 2002. Bosch Rexroth hat umfassend zur Sanierung der Bühnentechnik beigetragen. Zudem schützt modernste Bosch Sicherheitstechnik das gesamte Gebäude vor Bränden und Einbrüchen. Doch davon bemerken Besucher nichts: Sie erleben eine Kulturstätte von unverwechselbarer Schönheit, die hochwertigen Inszenierungen Raum bietet. 

Zurück ins Rampenlicht mit Bosch Rexroth
Zurück ins Rampenlicht mit Bosch Rexroth

Im August 2002 brach über Dresden das Jahrhunderthochwasser hinein - und machte auch vor einem der schönsten Opernhäuser Europas nicht halt. Der Pegelstand der Elbe lag zu diesem Zeitpunkt bei dramatischen 9,21 Metern über Null.

Rund 26.000 Kubikmeter Wasser aus der Elbe liefen in die Untermaschinerie der Opernbühne. Fast die gesamte im Keller untergebrachte Elektrotechnik, drei Viertel der Bühnentechnik und fast die Hälfte der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen wurden zerstört - ein grösserer Schaden als im Vorfeld befürchtet.

Nach dem Abebben des Hochwassers galt es für Bosch Rexroth, innerhalb kürzester Zeit das Unmögliche möglich zu machen: Im Verbund mit weiteren Experten die technischen Voraussetzungen für den vollen Spielbetrieb wieder herzustellen. Mehrere Firmen arbeiteten gleichzeitig an dieser „Rettungsaktion“.

Mehrere Millionen Euro kostete die Wiederherstellung der Oper, die grösstenteils das Bundesland Sachsen finanzierte. Das hohe Tempo der Sanierungsarbeiten, das Bosch Rexroth und die anderen Firmen vorlegten, war sowohl beachtlich als auch wirtschaftlich notwendig. Die Semperoper zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und Kulturstätten Dresdens. Muss sie geschlossen bleiben, hat das Auswirkungen auf die gesamte Stadt.

Lahm gelegte Hydraulik
Die gesamte Hydraulikanlage, die zum Heben und Senken der 16 schachbrettartig angeordneten, jeweils 4x4m grossen Bühnenpodien dient, hatte während der Flut komplett unter Wasser gestanden und konnte aufgrund der zerstörten Elektrotechnik nicht mehr bewegt werden. Wasser war zudem in den Öltank der Hydraulikanlage eingedrungen.

Bosch Rexroth entleerte den Tank, spülte ihn komplett aus und überprüfte sämtliche Ventile der Anlage. Die gesamte Elektrik mit Steuerschränken und Verkabelung wurde erneuert.

In der Kolbenspeicherstation wurden an den sechs grossen Kolbenspeichern und den 132 nachgeschalteten Stickstoffflaschen die Sicherheitsventile ausgetauscht. Auch die Pumpen wurden überholt. Anschliessend fand eine gross angelegte Entrostung statt: Im Rexroth-Service-Center in Chemnitz wurde die gesamte Anlage von Rost befreit und neu lackiert. Schliesslich konnte der Tank der Hydraulikanlage mit 4000 Litern Öl neu befüllt werden.

Neue Steuerungstechnik
Alle 16 Steuerblöcke der Bühnenanlage wurden komplett überholt und die Podien neu in Betrieb genommen. Die neuen Schaltschränke garantieren Zuverlässigkeit und Hochleistung - und das nicht nur beim Wiedereröffnungskonzert, das bald auf die Sanierung folgte: Studenten der Dresdner Musikhochschule zeigten zum Start in die neue Ära der Semperoper Meilensteine der Musikgeschichte.

Gut geschützter Kulturgenuss
Gut geschützter Kulturgenuss

Als das Hochwasser kam, hatte die Semperoper bereits zwei Katastrophen hinter sich. Die ersten beiden Male war es das Feuer, das für Zerstörung sorgte: Nur knapp drei Jahrzehnte nach der Eröffnung im Jahr 1841 verursachten Bühnenarbeiter fahrlässig einen Brand, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fiel das Gebäude Brandbomben zum Opfer und wurde bis auf die Grundmauern zerstört. Erst 1985 fand nach achtjähriger Bauzeit die Wiedereröffnung statt.

Hightech neben vergoldeter Pracht
Grund genug, in der Semperoper auch in besonderem Masse auf Brandschutz und Sicherheit zu setzen. Das Gebäude wurde mit einem modernen Sicherheitssystem von Bosch ausgestattet, um Mitarbeiter, Besucher und auch das kulturhistorische Erbe des Gebäudes selbst wirkungsvoll vor Gefahren zu schützen.

Zu den kunstvollen Ornamenten, dem Stuckmarmor, den Säulen und beeindruckenden Kronleuchtern gesellten sich so in sämtlichen Räumen der Oper Brandmelder und Rauchabzugssysteme. Im Öffentlichkeitsbereich wie Vestibül, Rundfoyers und Zuschauerraum mussten diese besonders unauffällig angebracht werden, um nicht das harmonische Gesamtbild der imposanten Innenarchitektur zu zerstören.

Bei der Installation des Systems galt es besondere Herausforderungen zu meistern:
  • Das Bühnenhaus wurde bis in die schwer zugängliche Spitze der Beleuchterbühne in 33m Höhe umfangreich gesichert - eine durchaus ungewohnte Anforderung an die Sicherheitstechniker.
  • Bereits bestehende Brandmeldeeinrichtungen wurden Schritt für Schritt demontiert und durch hochmoderne Bosch-Technik ersetzt - wobei jederzeit die volle Funktionstüchtigkeit bei laufendem Opernbetrieb erhalten bleiben musste.
Rund 2300 Brandmelder, 13 Rauchabzugssysteme und 88 Signalgeber sind über rund 50 km Kabel mit zwei Brandmeldezentralen verbunden, die im Fall des Falles sofort Kontakt zur Feuerwehr herstellen.

Neben Feuerschutz spielt auch die Prävention und Erkennung von Einbrüchen und Überfällen in der Semperoper eine Hauptrolle. Abendkasse, Tresorraum und der Serverraum für die Rechentechnik sind mit Einbruchmeldetechnik abgesichert, das gleiche gilt für die Waffenkammern und das Notenarchiv. Überfallmelder, einbruchhemmende Türen und Sicherheitsgitter vor den Fenstern erschweren ebenfalls gewalttätige Übergriffe.

Eine Leitstelle, die ebenfalls mit zukunftsweisender Bosch-Technik in Form des Alarmmanagementsystems RUBIN 3T ausgestattet ist, verarbeitet alle eingehenden Brand-, Einbruch- und Störmeldungen, um künftig zerstörerische Einflüsse auf die Semperoper so schnell wie möglich zu erkennen und abzuwehren.

Die Semperoper heute
Die Semperoper heute

Ein Besuch in der prachtvollen Semperoper lohnt sich mit Sicherheit - nicht nur des schönen Gebäudes wegen, das einst als königliches Hoftheater eröffnet wurde, sondern auch wegen des herausragenden Bühnenprogramms.

Die Semperoper ist Hauptspielstätte der Sächsischen Staatsoper Dresden und bietet im internationalen Massstab Werke und Inszenierungen auf höchstem künstlerischem Niveau. Ein Schwerpunkt ist die besondere Pflege der grossen italienischen Opern. Die Repertoire-Gestaltung bietet ausserdem Werke des 20. Jahrhunderts sowie Inhalte mit starkem Bezug zur kulturellen Aura der Stadt Dresden.

Vom 29. Februar bis 8. März 2004 sind die „Dresdner Festtage - Musiktheater des 20. Jahrhunderts“ in der Semperoper zu erleben. Ab der Spielzeit 2004/2005 sollen die Richard-Strauss-Festtage zu einer jährlichen Tradition werden. Neun Opern von Richard Strauss wurden einst in Dresden uraufgeführt - darunter „Salome“, „Elektra“ und „Der Rosenkavalier“ - und haben die Stadt für immer als Opernstandort geprägt.

Sollten Sie Lust auf einen kulturellen Abstecher nach Dresden bekommen haben: Den Link zur Semperoper im Internet, und somit auch zum aktuellen Spielplan, finden Sie auf der rechten Seite.
Wassermusik
2002 liefen rund 26.000 Kubikmeter Elbewasser in die Semperoper. Die Bühnentechnik erlitt dabei erheblichen Schaden. Bosch Rexroth war an der Wiederherstellung beteiligt, die in Rekordzeit vollbracht wurde.
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