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Die Motronic wird 25
Die Motronic bedeutete vor 25 Jahren einen technischen Quantensprung. Die technischen Grenzen der mechanischen Steuerung von Luft- und Benzinzufuhr und Zündvorgang waren erreicht. Der elektronischen Steuerung von Einspritzung und Zündung gehörte die Zukunft. Für die Autofahrer bedeutet das seitdem: weniger Verbrauch, weniger Schadstoffe, mehr Fahrspaß. 

Was ist die Motronic?

Was ist die Motronic?

Das Motronic-Steuergerät ist auf den ersten Blick eine unscheinbare Box mit Elektronik. Dessen Aufgabe ist es, die Luft- und Kraftstoffzufuhr  und den Zündvorgang elektronisch auf den Fahrerwunsch abzustimmen und zu optimieren. Die technischen Vorteile, die daraus erwachsen, sind beachtlich. Vor der Einführung der Motronic vor 25 Jahren sorgte eine mechanische Konstruktion für Gemischbildung und das Auslösen des Zündfunkens der Zündkerze. Dies führte nicht nur zu einem hohen Benzinverbrauch, sondern auch zum Entstehen vieler Schadstoffe.

Heute berechnet die Motronic anhand von zahlreichen Sensordaten die besten Werte für jeden Einspritz- und Zündvorgang. Dies geschieht über 6000-mal pro Minute. Kern der Motronic ist ein elektronisches Steuergerät, das aus einem Mikroprozessor und einem Speicher besteht. Im Speicher ist ein Arbeitsprogramm mit Daten zur Bestimmung der Einspritzmenge und des Zündzeitpunkts abgelegt. Durch Sensoren werden dem Mikroprozessor für jeden Einspritz- und Zündvorgang Informationen zur Ansaugluftmenge, Drehzahl, Kurbelwellenstellung sowie Ansaugluft- und Motortemperatur geliefert. Mit diesen Informationen stellt die Motronic sicher, dass im Motor immer zum exakt richtigen Zeitpunkt die ideale Menge Luft-Kraftstoff-Gemisch gezündet wird.

Das einzige Verschleißteil im Motronic-System ist die Zündkerze. Daher ist jedes Motronic-System so programmiert, dass es auch die Alterung der Fahrzeugkomponenten über ihre Lebensdauer berücksichtigt. Das macht Fahrzeuge nicht nur sauberer und sparsamer. Die Motronic macht Motoren auch langlebiger und deutlich weniger wartungsintensiv.

Die Anfänge

Die Anfänge

BMW war der erste Fahrzeughersteller, der sich für die neue Technik entschied. 1979 baute BMW die Motronic erstmals in einen 732i Sechszylinder ein. Dies war in mehrfacher Hinsicht eine Weltpremiere:
  • Das erste digitale Steuergerät für die Motorsteuerung
  • Das erste frei programmierbare Motorsteuergerät im Auto
  • Das erste System, das Einspritzung und Zündung zusammenfasst
Mit der Motronic hielt die Software Einzug in das Fahrzeug. Damit war die Motronic auch Wegbereiter für weitere moderne Teilsysteme: z. B. die Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR) und das Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP).

Seitdem überzeugt die Motronic mit permanenten Weiterentwicklungen für eine verbesserte Kraftstoffverbrennung, noch präzisere Steuerungsmöglichkeiten sowie mehr Zuverlässigkeit dank digitaler Technik.

Die technische Überlegenheit von Motronic führte übrigens schon früh zum Einsatz im Motorsport. 1981 ging die Motronic zum ersten Mal in der Formel 1  an den Start. Zwei Jahre später war die Motronic bereits Weltmeister: mit Nelson Piquet auf Brabham BT 52 BMW.

Die Gegenwart

Die Gegenwart

Mit der ersten Motronic vor 25 Jahren betrat Bosch technisches Neuland. Heute gibt es nur ein Motormanagementsystem, das von allen großen Fahrzeugherstellern eingesetzt wird: die Motronic. 2004 stellt Bosch täglich 30 000 Motronic-Steuergeräte her und wird noch dieses Jahr die 75-millionste Motronic ausliefern.

Neben den Autofahrern profitiert hiervon in erster Linie die Umwelt: Alle bis heute gebauten Motronic-Systeme haben zusammen mehr als 575 000 000 Tonnen Abgase eingespart. Das entspricht über 7 500 000 großen Eisenbahnwaggons à 75 t – ein Zug, der mehr als zweimal um die Erde reicht. Der Durchschnittsverbrauch der europäischen Fahrzeuge ist mit der Motronic von 11 auf 7 l/100 km zurückgegangen. Die rund  50 Mio. Fahrzeuge zusammen genommen, die heute mit Motronic fahren, sparen pro Jahr mehr als 30 000 000 000 Liter Kraftstoff. Das sind etwa 60 Supertanker voll Benzin!

Heute lassen sich zudem viele Funktionen in die Motronic integrieren, die Sicherheit und Komfort der Fahrzeuge erhöhen. Hierzu zählen Fahrgeschwindigkeitsregler, Klopfregelung, OBD-Eigendiagnose,  die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit (z. B. für das Fahren mit Winterreifen) und die elektronische Wegfahrsperre. Sicherheitssysteme wie die Antriebsschlupfregelung (ASR) und das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP können in das Motormanagement eingreifen, um die aktive Fahrsicherheit zu erhöhen.

Einem einzigen elektronischen Bauteil ist es damit gelungen, die Konstruktion von Motoren und Fahrzeugen in den letzten 25 Jahren zu revolutionieren.

Die Zukunft

Die Zukunft

Die Motronic steht noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung. Sie ist nicht nur bei Diesel- und Ottomotoren einsetzbar, sondern auch bei Gas- und Brennstoffzellenantrieben sowie Hybridfahrzeugen. In Zukunft soll die Motronic zudem Fehlfunktionen automatisch erkennen und an die Werkstatt weiterleiten.

Darüber hinaus strebt Bosch an, den Fahrern individuelle Einstellungsmöglichkeiten innerhalb der Motronic anzubieten. Hierzu zählen unter anderem regelmäßige Software-Updates, die es dem Käufer ermöglichen, sein Fahrzeug weiter zu individualisieren.

Mit diesen Innovationen bleibt Bosch den Zielen treu, mit denen die Technik vor 25 Jahren angetreten ist: sparsamere Motoren mit immer geringeren Schadstoff-Emissionen und immer mehr Fahrspaß bei immer größerer Sicherheit.
Der technische Quantensprung
Vor 25 Jahren kam die Bosch-Motronic zum ersten Mal in einem BMW 732i auf die Straße. Heute gibt es keinen großen Kfz-Hersteller, der auf elektronische Motorsteuerung von Bosch verzichtet. Dieses Jahr wird die 75-millionste Motronic ausgeliefert werden.
Motronic in der Formel 1
Kurz nach der Markteinführung 1979 ging die Motronic auch in der Formel 1 an den Start. 1983 war Motronic zum ersten Mal Weltmeister: mit Nelson Piquet auf Brabham BT 52 BMW.
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