Engineering kennt keine «Landes» Grenzen
Deine Entwicklung bei Bosch
Von einem Werk in Italien direkt nach China
Manchmal führen die unerwartetsten Wege zu den spannendsten Zielen. Die Karriere von Massimo Anghilieri bei Bosch ist dafür ein perfektes Beispiel. Mit einem Masterabschluss im Maschinenbau stand er vor einer wichtigen Entscheidung: Promovieren oder praktische Berufserfahrung sammeln? Er entschied sich für den Weg direkt ins Herzen des Business.
Massimo beschreibt seine erste Position bis heute als eine der spannendsten Erfahrungen seiner gesamten Karriere. Im Januar 2000 begann er bei Bosch im neu übernommenen Werk in Brembate (die Akquisition erfolgte im Dezember 1999).Zeitweise war er der Einzige im Werk, der Englisch sprach. Dadurch wurde er schnell zu einem festen Mitglied sämtlicher Bosch-Integrationsteams – in den Bereichen Engineering, Fertigung, Qualität sowie Personal, Logistik, Controlling und Finanzen. Im Grunde wurde er zur rechten Hand des Werkleiters. Diese Zeit beschreibt er als ein „anspruchsvoller, aber unglaublich spannender On-Site-MBA“.
Dann kam das Jahr 2004. China entwickelte sich rasant zum Zentrum der weltweiten Fertigungsindustrie, und Bosch investierte massiv in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten. Während viele einen Wechsel noch in Betracht zogen, erhielt Massimo einen entscheidenden Rat. Uwe Raschke, damals Präsident des Geschäftsbereichs Power Tools, fragte ihn: „Was machst du eigentlich noch hier? Du solltest nach China gehen.“ Kurz darauf übernahm Massimo die Rolle des Projektmanagers und leitete den Aufbau der Bohrerfertigung in Hangzhou.
„Es war eine unglaubliche Zeit. Alles entwickelte sich in einem aussergewöhnlichen Tempo. Entscheidungen mussten schnell getroffen werden und jeder Tag brachte neue Herausforderungen.“ Diese Jahre prägten ihn nachhaltig – sowohl beruflich als auch persönlich.
Technologie verstehen – Menschen entwickeln
2006 führte Massimos Weg in die Schweiz. Dort verlagerte sich sein Schwerpunkt von der Fertigung hin zur Produktentwicklung mit globaler Verantwortung am Hauptsitz. Er entschied sich bewusst für diesen Perspektivenwechsel. Nach vielen Jahren im operativen Geschäft wollte er nicht nur verstehen, wie Produkte hergestellt werden, sondern auch, wie sie entwickelt, vermarktet und gemanagt werden. Später übernahm er die Verantwortung für ein internationales Engineering-Team mit mehr als 20 Mitarbeitenden an vier Standorten: Solothurn, Ravensburg, Brembate und Hangzhou.
Aus technischer Expertise wurde Führungsverantwortung. Aus einzelnen Projekten entwickelte sich strategische Produktentwicklung – insbesondere ab 2010 mit der Gründung der «Product Areas» in der Business Unit Zubehör. Mit dem „ACceleration» Projekt im Jahr 2017 bot sich ihm ausserdem die Möglichkeit, die Verantwortung für das „Purpose Team Impact & Rotary“ zu übernehmen.
Nach vielen Jahren mit ausschliesslich technischer Verantwortung folgte schliesslich eine weitere spannende Aufgabe: Als Global Platform Manager und Business Owner war er nun vollständig für Profitabilität und Wachstum des Segments verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehörte die Entwicklung und Umsetzung der globalen Portfoliostrategie.
Massimos Rat: Chancen erkennen – und nutzen
Was hat dich auf deinem Weg begleitet?
„Ich war nie besonders karriereorientiert“, sagt Massimo. „Ich wollte meine Arbeit einfach so gut wie möglich machen. Mein Motto lautet: Wir müssen das Richtige tun und nicht das, was am einfachsten ist.“ Seine Philosophie ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: „Seid offen und flexibel, denn Chancen klopfen nicht immer an eure Tür.“ Gerade diese Offenheit – zusammen mit der Inspiration durch Führungskräfte wie Uwe Raschke und Marcel Chanton – half ihm dabei, neue Perspektiven zu erkennen und mutige Entscheidungen zu treffen. Sein Werdegang zeigt, dass Neugier, Mut und die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen, nicht nur die eigene Karriere prägen können, sondern ganze Unternehmensbereiche. Bei Bosch werden Karrieren nicht durch Grenzen bestimmt, sondern durch Neugier, Mut und die Bereitschaft, neue Chancen zu ergreifen.
Fühlst du dich von Massimos Geschichte inspiriert?
Bei Bosch werden Mitarbeitenden vielfältige Möglichkeiten geboten, ihre persönliche Entwicklung aktiv zu gestalten – zum Beispiel im Rahmen eines Entwicklungsdialogs. Dieses flexible Gesprächsformat schafft Raum, um Stärken zu reflektieren, Feedback einzuholen und gemeinsam mit Führungskräften oder HR die nächsten Entwicklungsschritte zu planen. Dabei geht es nicht nur um die Weiterentwicklung in der aktuellen Rolle, sondern auch um neue Perspektiven - etwa durch einen Querwechsel in andere Bereiche. So unterstützt Bosch dabei, Ziele zu schärfen und den eigenen Karriereweg bewusst und vielseitig zu gestalten.
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