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Bosch in der Schweiz

sia Abrasives – klimaneutral eingebettet in die Natur

Klimaneutralität seit 2020

Klimaneutralität seit 2020

Wie stellt man sich ein klassisches Areal einer Produktionsstätte vor? Grau? Mit viel Beton? Lärmig? Alles andere als klimaneutral? sia Abrasives im thurgauischen Frauenfeld beweist, dass Industrie ganz anders funktionieren kann. Angrenzend an den Murg-Auen-Park liegt das 100 Tm2 grosse Areal beinahe versteckt auf einem idyllischen Fleckchen Erde, das für eine artenreiche Biodiversität genutzt wird. Seit 2020 ist der gesamte Standort CO2 neutral.

Die sia Abrasives bindet sich heute nahtlos an den Murg-Auen-Park an und auf dem gesamten Gelände wird viel für die Biodiversität getan.

Die sia Abrasives bindet sich heute nahtlos an den Murg-Auen-Park an und auf dem gesamten Gelände wird viel für die Biodiversität getan. Das «grüne Gelände» wird von den Mitarbeitenden täglich geschätzt und für Pausen und Spaziergänge rege genutzt.

Stolze Vergangenheit – verantwortungsvolle Zukunft

Stolze Vergangenheit – verantwortungsvolle Zukunft

Die Wurzeln der Frauenfelder sia Abrasives Industries AG reichen zurück bis ins Jahr 1867. Damals wurde das Unternehmen als chemische Fabrik gegründet. Im Zuge der erwachenden industriellen Entwicklung nahmen die Ansprüche an die Qualität zu und neue Produkte wurden nachgefragt, zum Beispiel für den Feinschliff von Oberflächen. So begann das Unternehmen am heutigen Standort im Jahr 1875 mit der Herstellung von Schmirgelpapier und Schmirgeltuch. Damit besetzte der Betrieb eine Marktlücke. 1914 wurde eine Aktiengesellschaft gegründet, die Schweizer Schmirgel- und Schleifindustrie AG, Frauenfeld.

Das Unternehmen ist heute einer der weltgrössten Hersteller flexibler Schleifmittel und fokussiert auf Kunden der Branchen Aerospace, Automobil, Möbelbau, Innenausbau sowie Metallbau. 1999 ging sia Abrasives an die Schweizer Börse, und in den Jahren 2001 und 2005 expandierte sie durch Übernahmen in Grossbritannien ins Geschäft mit Vliesschleifmitteln und mit Schleifschwämmen. 2008 erfolgte die Übernahme von sia Abrasives durch Bosch.

Schleifmittelwerk errichtet nach strengen ökologischen Kriterien

2012 wurde das moderne Schleifmittelwerk «Maker 5» in Betrieb genommen und bereits damals die Weichen in Richtung Klimaneutralität gestellt. Es ist weltweit die modernste Anlage für die Fabrikation von flexiblen Schleifmitteln. Zahlreiche Komponenten ermöglichen in einem fein abgestimmten Zusammenspiel einen modularisierten Herstellungsprozess, mit dem «just in time» die nächste Generation von modernen Schleifmitteln produziert wird. Hightech-Prozesssteuerungen sowie laser- und ultraschallgesteuerte Kontroll- und Messinstrumente überwachen mehr als 1’000 Parameter, damit Produkte in konstanter Qualität hergestellt werden.

Das Werk wurde nach strengen ökologischen Kriterien errichtet. Optimierte Luftführungsprozesse und Wärmerückgewinnungsanlagen senken den Energieverbrauch deutlich, und sämtliche Schadstoffe werden in einer regenerativen Abluftreinigungsanlage rückstandslos verbrannt.

Schleifmittelwerk errichtet nach strengen ökologischen Kriterien
Michael Kopka, CEO sia Abrasives

Wir ruhen nicht auf dem bisher Erreichten aus und haben weitere Hebel identifiziert, mit denen wir direkte und indirekte Emissionen positiv beeinflussen können.

Michael Kopka, CEO sia Abrasives

Alexander Krohn Verantwortlicher für den Bereich FCM/HSE und Werksicherheit am Standort Frauenfeld hat uns erklärt, wie die sia Abrasives das Ziel der Klimaneutralität erreicht hat

Alexander Krohn Verantwortlicher für den Bereich FCM/HSE und Werksicherheit am Standort Frauenfeld hat uns erklärt, wie die sia Abrasives das Ziel der Klimaneutralität erreicht hat.

Euer Standort Frauenfeld wurde erfolgreich CO2 neutral zertifiziert. Was braucht es, um dies zu erreichen?

Für die Umsetzung unserer Klimaneutralität wurden vier Hebel definiert: erstens Energieeffizienz steigern, zweitens Versorgung mit regenerativen Energien ausbauen, drittens Bezug von Grünstrom erweitern, viertens unvermeidbare CO₂-Emissionen mit Kompensationsmassnahmen ausgleichen. Wir haben alle unsere Bereiche wie Fertigungsanlagen, Engineering, Produktmanagement oder die Gebäudetechnik auf ihr Potenzial zum Energiesparen analysiert. Daraus konnten wir verschiedene Massnahmen ableiten. Zum Teil auch kleine, wie zum Beispiel das Abschalten der Deckenventilatoren, wenn diese nicht benötigt werden. Alle diese Massnahmen haben dazu geführt, dass wir CO2 neutral zertifiziert wurden – auf was wir sehr stolz sind.

Wo seht ihr die grössten Ansatzpunkte für die Reduktion des Energieverbrauchs?

Unsere Fertigungsanlagen und die Produktion spielen eine grosse Rolle. Hier haben wir neben dem Einsatz von Grünstrom weitere Massnahmen umgesetzt. So haben wir den bestehenden Heizkessel mit einem neuen ersetzt. Zudem wurden der Volumenstrom und die Luftzuführung der Prozessluft optimiert. Bei unserem «Maker 5» wird ein Teil der erzeugten Abwärme bereits für die Prozessluft eingesetzt. Vor allem bei der Abwärme sehen wir noch erhebliches Potenzial diese gezielter einzusetzen, eventuell sogar für die Gebäudeheizung.

Gibt es weitere Ideen?

In mittlerer Zukunft macht der Einsatz einer Solarenergie / Photovoltaikanlage (PVA) sicher Sinn. Da haben wir in Frauenfeld idealerweise auch die geeigneten Flächen dafür. Sehr interessant bezüglich Energieeffizienz ist auch die Beurteilung der Arbeitsorganisation. Bei einem optimierten Abschaltmanagement in der Produktion, das bei einem Schichtwechsel zu tragen kommt, könnte viel Energie eingespart werden.

Auf jeden Fall bleiben wir dran, weitere Massnahmen zu identifizieren und kontinuierlich umzusetzen. Ein zentrales Element spielt dabei die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Wir sind überzeugt, dass jeder Bereich aus seinem Erfahrungsschatz und Blickwinkel einen wertvollen Beitrag an die CO2-Neutralität leistet.

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