Bosch in der Schweiz
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Wenn der Kühlschrank mitdenkt

Clock 8 Minuten

Seit über 20 Jahren tragen Energielabels und Energieeffizienzklassen zur Kaufentscheidung bei Haushaltsgeräten bei. Bei vielen Haushaltsgeräten ist der Energieverbrauch massgeblich an den Gesamtkosten, die ein Haushaltsgerät über seine Lebenszeit verursacht, beteiligt.

Mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien und lokalen Energiemarktplätze wie dem Projekt Quartierstrom tritt jedoch eine neue Eigenschaft von energieverbrauchenden Geräten in den Vordergrund - Flexibilität. Bosch Digital Solutions demonstriert im Rahmen des Projekts Quartierstrom auf dem Valungenhof in Walenstadt einen Kühlschrank mit Energiebewusstsein, der seinen Energieverbrauch anpasst je nachdem wo der Strom gerade herkommt.

Bosch Digital Solutions demonstriert intelligenten Kühlschrank mit Energiebewusstsein

Der Kühlschrank kommuniziert als flexibler Verbraucher mit dem lokalen Strommarkt
Der Valungenhof ist einer der teilnehmenden Haushalte des Quartierstrom Projektes in Walenstadt mit vernetztem Bosch-Kühlschrank.

Mit der Installation eines intelligenten Kühlschranks in das Quartierstrom-Netzwerk zeigt Bosch Digital Solutions, wie vernetzte Haushaltsgeräte eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Energieversorgung übernehmen können. Der Bosch-Kühlschrank kommuniziert als flexibler Verbraucher mit dem lokalen Strommarkt und passt so seinen Energiebedarf an die aktuellen lokalen Gegebenheiten an. Bosch Digital Solutions ist als neue Geschäftseinheit bei der Robert Bosch AG aus dem Bosch IoT Lab entstanden, das 2012 als Kooperation zwischen der Robert Bosch GmbH, der ETH Zürich und der Uni St. Gallen (HSG) gegründet wurde.

Am Beispiel des Valungenhofs sieht man, wie je nach Tageszeit und Wetter der Energieverbrauch aus der Photovoltaik zwischen voller Deckung und Zukauf aus dem Netz schwankt.
Der Landwirt berichtet über seine Erfahrungen mit dem vernetzten Kühlschrank.

Am Beispiel des Valungenhofs sieht man, wie je nach Tageszeit und Wetter der Energieverbrauch aus der Photovoltaik zwischen voller Deckung und Zukauf aus dem Netz schwankt. An anderen Orten der Schweiz bleibt dem Prosumenten - ein Verbraucher, der zugleich Produzent ist - nur die Wahl den überproduzierten Strom zu einem Festpreis ins Netz zu speisen. In Walenstadt lässt sich der Strom dank dem Projekt Quartierstrom jedoch meist auch für einen etwas höheren Preis direkt an einen Nachbarn verkaufen. Dennoch wäre es nützlich, den Stromverbrauch möglichst auf die Zeiten der Stromproduktion zu verschieben. Bei grossen Verbrauchern wie Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen wird dies heute schon gemacht. Bei kleineren Verbrauchern wie Kühlgeräten, Spül- und Waschmaschinen stehen wir aber noch ganz am Anfang, obwohl die Durchdringung am Markt riesig ist. Zudem sind immer mehr dieser Verbraucher vernetzt und würden damit prinzipiell eine intelligente Steuerung zulassen. Kühlgeräte, insbesondere Tiefkühler, können Energie in Kälte speichern. Spül- und Waschmaschinen können ihr Programm komplett, oder nur energieintensive Einzelschritte, verschieben. Eine solche intelligente Verschiebung kann nicht nur den Eigenverbrauch eines einzelnen Prosumenten oder einer lokalen Energiegemeinschaft wie in Walenstadt erhöhen. In der Summe kann sie auch zur Netzstabilität beitragen und den Einsatz von Gaskraftwerken überflüssig machen. Dies spart Kosten, die auf den Strompreis umgelegt werden und verringert Emissionen.

Bosch Digital Solutions demonstriert intelligenten Kühlschrank mit Energiebewusstsein

Vernetzte Haushaltsgeräte bringen Flexibilität in den Strommarkt

Vernetzte Haushaltsgeräte bringen Flexibilität in den Strommarkt
Diese Grafik zeigt, dass ein einzelnes Gerät beispielsweise erneuerbare Energien bevorzugt, wenn diese günstig und erhältlich sind, oder das Gerät nutzt eine Batterie als Zwischenspeicher und verbraucht diese erst später.

Das Ziel von Bosch Digital Solutions ist die Erprobung und Demonstration neuer Dienste für vernetzte Haushaltsgeräte und Energieversorger. Bespielweise ermöglichen diese Dienste die steigende Zahl von dezentral erzeugter Energie nicht mehr zentral, sondern dezentral durch den Anwender selbst mit Hilfe digitaler Services zu steuern. Die Geräte können in Abhängigkeit der Stromherkunft - Strom aus erneuerbaren Energien oder aus fossilen Brennstoffen - oder der verfügbaren Strommenge geregelt werden. Das bedeutet, dass ein einzelnes Gerät beispielsweise erneuerbare Energien bevorzugt, wenn diese günstig und erhältlich sind, oder das Gerät nutzt eine Batterie als Zwischenspeicher und verbraucht diese erst später. Je mehr Geräte steuerbar werden, desto mehr Flexibilität können Haushalte zum Strommarkt beitragen. Dafür kommen nicht nur Haushaltsgeräte in Frage, sondern auch Wärmepumpen und Ladesysteme in Kombination mit Elektrofahrzeugen.

Je mehr Geräte steuerbar werden, desto mehr Flexibilität können Haushalte zum Strommarkt beitragen.

Je mehr Geräte steuerbar werden, desto mehr Flexibilität können Haushalte zum Strommarkt beitragen. Dafür kommen nicht nur Haushaltsgeräte in Frage, sondern auch Wärmepumpen und Ladesysteme in Kombination mit Elektrofahrzeugen

Moritz Kaminski, Business Development, Bosch Digital Solutions
Nachhaltigkeit, und damit einhergehend die Reduktion von Emissionen, sind wichtige Ziele von Bosch.
Auch die Kühe des Valungenhofs freuen sich über das rege Interesse am intelligenten Kühlschrank.

Nachhaltigkeit, und damit einhergehend die Reduktion von Emissionen, sind wichtige Ziele von Bosch. Erst kürzlich hat Bosch angekündigt, ab 2020 klimaneutral zu sein. Mit der Unterstützung von Projekten wie Quartierstrom und der intelligenten Steuerung von energieverbrauchenden Geräten kann Bosch auch mithelfen die Emissionen seiner Kunden zu verringern.

Seit 2017 entwickelt und testet das Team von Bosch Digital Solutions neue digitale Services in Innovationsprojekten. Dabei sehen sie sich als Partner für Exploration neuer Technologien und Geschäftsmodelle im Bereich IoT und Blockchain. Eine Co-Entwicklung und enge Zusammenarbeit mit Kunden stehen dabei im Vordergrund.

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