Vernetzte Fahrzeuge, Häuser, Fabriken
#BoschideSchwiiz

Vernetzte Fahrzeuge, Häuser, Fabriken

10 Minuten

Smarte Lösungen von Bosch erleichtern den Alltag

Vom feinfühligen KI-Roboter in der Fertigung über Power-Rechner für vernetzte und automatisierte Mobilität bis zu mitdenkenden Häusern: Auf dem IoT-Branchentreffen Bosch Connected World 2020 (BCW) in Berlin zeigte Bosch, was bereits heute im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) möglich ist und welche Lösungen in Zukunft den Alltag weiter erleichtern werden – unterwegs, zuhause, bei der Arbeit.

Moritz Kaminski, Business Architect Blockchain & IoT von Bosch Digital Solutions aus Zürich, stellte als Lab session speaker an der BCW ein neues Konzept vor.

Was waren die Trends an der diesjährigen BCW?
Gespräche mit Experten und Ausstellern an der BCW zeigen: Betriebliche Abläufe werden zunehmend automatisiert. Die direkte Kommunikation zwischen Maschinen (M2M) entlang verschiedenster Wertschöpfungsketten wächst rasant: sei es in Produktionsstätten (Smart Manufacturing), in autonomen Fahrzeugen, in Städten (Smart City) oder im eigenen Zuhause (Smart Home). Entscheidend ist der Aufbau einer Vertrauenskette vom Gerät bis zur Bereitstellung des Dienstes. Ein Server muss dem „Ding“ vertrauen können, das versucht, auf Dienste zuzugreifen. Umgekehrt muss das „Ding“ darauf vertrauen können, dass es auf den richtigen Dienst zugreift. Dazu gehören neben Verschlüsselungstechnologien auch sichere digitale Identitäten, um die Datenherkunft zurückzuverfolgen.

Ein Server muss dem „Ding“ vertrauen können, das versucht, auf Dienste zuzugreifen. Umgekehrt muss das „Ding“ darauf vertrauen können, dass es auf den richtigen Dienst zugreift.

Moritz Kaminski, Bosch Digital Solutions

Um was geht es bei einer digitalen Identität?
Mit digitaler Identität bezeichnet man Prozesse und Dienste, die sich mit der Erfassung, Verwaltung und Verwendung von elektronischen Identitäten befassen. Ein elektronisches Identity Management System muss das richtige Gleichgewicht zwischen Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Datenschutz finden. Klassische Modelle verfolgen die Ansätze isolierter oder zentraler Identitäten, welche diese Ziele nur teilweise erfüllen können. In den letzten Jahren werden dezentrale Ansätze stark diskutiert und haben mit Self-Sovereign Identity (SSI) international bereits grosse Beachtung erlangt.

An der BCW hast du ein Konzept zur Self-Sovereign Identity vorgestellt? Um was geht es bei dem Konzept?
Im Konzept zu «Self-Sovereign Identity» (SSI) liegt ein konkreter Nutzen. Menschen sind damit unabhängig von den wenigen grossen Identitätsanbietern, die sich um die Verwaltung identitätsbezogener Informationen, Authentifizierung und Bereitstellung von Identitätsdaten kümmern. Stattdessen kontrollieren die Nutzer ihre eigene Identität selbst und haben mehr Kontrolle darüber, mit wem sie Attribute ihrer Identität teilen. Die Nachweisbarkeit einer Aussage übermittelt der Benutzer in Form von überprüfbaren Nachweisen („verifiable credentials“) gegenüber der prüfenden Partei (z.B. einem Kunden, einem Unternehmen etc.). Bosch Digital Solutions wendet das Konzept dezentraler, einzigartiger und rechtlich anerkannter Identitäten nicht nur für Personen, sondern auch für Organisationen und intelligente Dinge an.

Sichere, offene Plattformen und ein Internet, in dem der Nutzer souverän entscheiden kann, stärken das Vertrauen in digital Ökosysteme.

Wie nutzt Bosch Digital Solutions SSI?
Bosch Digital Solutions nutzt SSI, um den Austausch von Stammdaten zu automatisieren. Heute werden Stammdaten von den Unternehmen mehrfach und oft manuell in verschiedenen Systemen gepflegt. Jedes Unternehmen investiert grossen Aufwand und hat hohe Kosten um aktuelle, korrekte und vollständige Daten zu haben. Die auf dezentralen Ansätzen basierende Software-Lösung, die Bosch Digital Solutions gemeinsam mit dem Vorausentwicklungsprojekt „Economy of Things“ entwickelt, bietet gleich mehrere Vorteile:

  • Souveränität: Hoheit über die Daten hat weiterhin der Eigentümer (Self Sovereign Identity)
  • Integrität: Eindeutige Identifikation der Akteure als auch Echtheit der ausgetauschten Informationen
  • Wirtschaftlichkeit: Durch die Automatisierbarkeit reduziert sich der manuelle Überprüfungs- und Aktualisierungsaufwand für Stammdaten und Lieferantenzertifikate. Es werden Kosten eingespart und die Datenqualität wird verbessert, indem stets die aktuellen Daten zur Verfügung stehen.
  • Kompatibilität: Bestehende interne IT-Systeme können weiter genutzt werden

Seit 2018 arbeitet «Bosch Digital Solutions» als unabhängiges Bosch-Team mit Sitz an der ETH in Zürich an innovativen Lösungen rund ums Internet der Dinge (Internet of Things: IoT). Entstanden ist dieser Bereich aus dem Bosch IoT Lab, einer 2012 gegründeten Kooperation zwischen der Robert Bosch GmbH, der ETH Zürich und der Uni St. Gallen (HSG). Mehr dazu hier

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